Herr der Töpfe
Koch Hermann Bothe

„Ein Koch, ein guter Koch, das ist das Beste, was es gibt hinterm Herd.“ Wir freuen uns, dass Hermann Bothe mit seiner Küchencrew stets für allerfeinste Abwechslung auf den Tellern in der Hofküche sorgt. Woher das kommt, was ihn inspiriert und worauf Sie sich bei uns freuen dürfen, erfahren Sie hier:

 

 

Hermann, du hast schon früh die Leidenschaft für gutes Essen für dich entdeckt. Was bereitet dir an deinem Beruf die meiste Freude?
Das Privileg, meine Arbeitszeit inmitten toller Lebensmittel zu verbringen. Hinzu kommt die Herausforderung, diese in ihrer Vielseitigkeit zu präsentieren.

In welchen Küchen warst du in deiner Laufbahn bereits tätig?
Ich habe meine Ausbildung im Hotel Atlantic Kempinski absolviert, war dann in verschiedenen kleineren Restaurants tätig und habe danach über Jahre im französischen Restaurant Le Gaulois in München gearbeitet. Zuletzt habe ich auf Sylt zwischen den Dünen, im Samoa Seepferdchen, den Kochlöffel geschwungen.

Was hat dich zu uns nach Backensholz geführt?
Ein guter Freund hat mich auf das Projekt Hofküche aufmerksam gemacht. Zu der Zeit standen für mich ohnehin alle Zeichen auf Tapetenwechsel, da ich für mich beschlossen hatte, in meiner Entwicklung als Koch zu mehr Ursprünglichkeit zurückzukehren. Nach einem ersten persönlichen Gespräch auf dem Hof war ich sofort Feuer und Flamme für die Chance auf selbstbestimmte Kreativität in einem so großartigen Umfeld.

Wie würdest du das Konzept der Hofküche in einem Satz beschreiben?
Wir bringen die Vielfalt der norddeutschen Landschaft kreativ auf den Teller.

Welche Rolle spielt es für dich, dass die Hofküche Teil des Backensholzer Hofes ist und kein für sich allein stehendes Restaurant?
Eine große, denn wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln näher zusammenzubringen, um beim Gast das Bewusstsein für Regionalität und Nachhaltigkeit zu schärfen. Auf Backensholz können wir einfach aus dem Fenster deuten und sagen: Schau, da kommt es her!

Warum ist es dir wichtig, unseren Gästen neben dem Genusserlebnis auch diesen Bezug zur Qualität und Herkunft der Zutaten zu vermitteln?
Wir schaffen Transparenz, indem wir aufzeigen, dass wir ausschließlich hochwertige und regionale Produkte verwenden. Zum Glück findet eine immer stärkere Wertschätzung von natürlichen und ursprünglichen Lebensmitteln statt und Hofküche und Hofladen bieten ein Forum dafür. Dazu gehört auch, aufzuzeigen, was mit unseren heimischen Produkten alles möglich ist.

Was inspiriert dich bei der Entwicklung neuer Gerichte?
Die Inspiration schöpfe ich aus der Qualität und den Eigenschaften eines Produktes. Die Herausforderung ist es dann, dieses in seiner natürlichen Güte zu präsentieren oder auch durch Kreativität und Handwerk etwas Überraschendes zu schaffen.

Nach welchen Kriterien wählst du Zulieferer und Produzenten aus?
Da Backensholz ein Bioland-Hof ist, sind die ökologischen Kriterien selbsterklärend. Darüber hinaus spielt die Nähe zu den Produzenten eine große Rolle. Vor diesem Hintergrund sind wir selbst unser idealer Lieferant mit den Produkten vom eigenen Hof.

Gibt es in der Hofküche auch vegetarische und vegane Gerichte?
Selbstverständlich! Es ist die Entscheidung jedes einzelnen Gastes, was er zu sich nehmen möchte oder nicht. Dieses sollte heute in allen Restaurants respektiert und auch entsprechend bedient werden. Und das fällt uns kein bisschen schwer, denn viele genussreiche Gerichte kommen von sich aus bereits ohne tierische Produkte aus.